Publikationshinweis |
Dokumentation der internationalen Tagung am 30.9/1.10. 1996 in Leipzig
Die Fakten sind nicht neu. Frauen erfahren Ungleichbehandlung nicht nur bei Konjunktureinbrüchen: sie sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Männer, sie verdienen im Durchschnitt weniger und sind in Führungspositionen unterrepräsentiert. Darüber hinaus dienen sie in Zeiten der Rezession häufig als Konjunkturpuffer und haben große Schwierigkeiten, bei einem beruflichen Wiedereinstieg auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
In den letzten Jahren jedoch rücken Frauen als Innovationspotential in Unternehmen immer stärker in die gesellschaftspolitische und wissenschaftliche Diskussion. Ihre bisher oft brachliegenden Stärken und Fähigkeiten, gerade in Bezug auf Schlüsselbereiche der sozialen und fachlichen Kompetenz wie Kreativität, Team- und Führungsfähigkeit, werden in Unternehmen zunehmend geschätzt.
Dies ist das Spannungsfeld, das im Rahmen der Tagung diskutiert wurde. Den fachlich Interessierten sowie den Vertreterinnen von NOW-Projekten aus verschiedenen europäischen Ländern (NOW= New Opportunities for Women, ein EU-Aktionsprogramm) bot sie Gelegenheit, über folgende Fragen zu diskutieren:
Hierzu stellten kompetente Referentinnen aus Politik, Wirtschaft und Qualifizierungsprojekten ihre Einschätzungen der aktuellen Situation dar und zeigten auf, wo sie für Frauen auf dem Arbeitsmarkt Handlungsspielräume und neue Chancen sehen.
Schultz, Barbara/ Straßburger, Gudrun (1997): Frauen in Unternehmen - Konjunkturpuffer oder Innovationspotential? (= EURES-Report 8). Freiburg: EURES-Institut für regionale Studien in Europa. 101 S., EURO 13,-